zum Online-Shop

Der Münchner Richard Sapper ist einer der einflussreichsten Produktdesigner der heutigen Zeit. Seine wohl berühmteste Kreation ist die „Tizio“-Halogenleuchte, welche er Anfang der 70er Jahre für das italienische Lichtdesign-Unternehmen Artemide entwarf. Sie gilt als modischer Designklassiker und wird bis heute produziert. Zu seinen weiteren bedeutenden Modellen zählen der musikalische Wasserkessel „Project 9091“ für Alessi und die „Think Pad“-Laptops für IBM. Sein Hauptinteresse gilt aber dem Design von technisch komplexen Gegenständen, wie Schiffen oder Uhren.
Die Käsereibe „Todo“ für Alessi entstand, nachdem Richard Sapper nicht mit einer herkömmlichen Käsereibe zurechtkam. „Todo“ wurde nach dem Entwurf sofort ins Programm genommen. Das Ganze ist noch nicht lange her, aber die Reibe gilt bereits jetzt als “die Alessi-Küchenreibe”.

Bild: Alessi

Der deutsche Designer studierte Betriebswirtschaftslehre, beschäftigte sich aber auch mit Ingenieurwissenschaften, Grafik, Anatomie und Philosophie. Anschließend arbeitete er als Gestalter bei Mercedes-Benz, wo er u.a. den stromlinienförmigen Außenspiegel des Mercedes Benz 300 SL Roadster entwarf. 1958 zog Sapper nach Mailand und entwickelte Gebrauchsgegenstände für verschiedene Firmen und Studios. Danach gründete er sein eigenes Designbüro in Stuttgart und wurde Berater für Pirelli und Fiat. Ab 1980 war er bei der IBM Corporation verantwortlich für das Corporate Image und das weltweite Produktdesign des Konzerns.
Richard Sapper sieht Design als politische und soziale Aufgabe. Mit seiner Devise „Der Form einen Sinn geben“ nimmt er bewusst Abstand vom Leitmotiv „form follows function“. Er ist einer der am längsten aktiven Designer. Obwohl er in seinem Mailänder Atelier seit über 50 Jahren Meilensteine der Designgeschichte entwirft, ist er weit vom heutigen Stardesignertum entfernt.

Bild: Alessi

Seine Kreationen:
- Fernseher „Black 12“ für Brionvega
- Radio „Match“ für Telefunken
- Halogenleuchte „Tizio“ für Artemide
- Espressomaschine „9090“, Tafelbesteck „RS01“, Teekanne „Bandung“,
Kochgeschirr „La cintura di orione“ und Flötenkessel „9091“ für Alessi
- Bürostuhlserie „Sapper Collection“ für Knoll International
- Laptop „5140“ für IBM
- Stapelstuhl „Aida“ für Magis
- Kugelschreiber „Lamy Dialog 1“ für Lamy
- LED-Leuchte „Halley“ für Lucesco

Seine Auszeichnungen:

Richard Sapper erhielt bereits den iF Product Design Award, zwei Goldmedaillen der Biennale und zehn (!) Mal den italienischen Designpreis „Compasso d’Oro“. Die Zeitschrift ‚Architektur & Wohnen‘ verlieh ihm den Titel „Designer des Jahres 2005“. Das New Yorker Museum of Modern Art und das Philadelphia Museum of Art würdigten Sapper mit der Aufnahme seiner Entwürfe in ihre Ausstellungen. 2009 wurde er mit dem deutschen Designpreis für sein Lebenswerk geehrt.

Das beste Design der Welt, ist der Mensch.
(Philippe Starck)

Seit über 30 Jahren ist er aus der Designwelt nicht mehr wegzudenken. Fast jeder hat schon eine seiner Kreationen benutzt oder zumindest gesehen: Der französische Designer Philippe Starck ist einer der bekanntesten Vertreter des Neuen Designs, seine Produkte und Möbel sind funktionell und schlicht, aber trotzdem außergewöhnlich. Zu seinen Kunden gehören Hersteller wie Alessi, Duravit, Microsoft, Fossil, Puma oder Vitra.

Bild: Alessi

Philippe Starck wurde als Sohn eines Flugzeugkonstrukteurs und Erfinders in Paris geboren. Nach seinem Studium gründete er einen Betrieb für aufblasbare Objekte und wurde künstlerischer Leiter bei dem Modemacher Pierre Cardin. Mitte der 70er Jahre war Starck als Innenarchitekt tätig und entwarf Boutiquen und Bars in Paris, die sich durch kühle Distanz auszeichneten.1980 gründete er die Firma „Starck Products“. Wie ein Ritterschlag war es für ihn, als er zwei Jahre später erfuhr, dass er die Privaträume des damaligen Staatspräsidenten François Mitterrand im Élysée-Palast gestalten darf. In den folgenden Jahren entwarf Starck Haushaltsgeräte, Bestecke, Messer, Flaschen, Büroartikel, Vasen, Uhren, Möbel, Fernseher, Teppiche, Bäder, Restaurants, Hotels und erreichte mit seinem schrägen und witzigen Stil Weltruhm.  In Paris entstand sogar ein kompletter Straßenzug nach seinen Plänen, die „Rue Starck“: Philippe Starck macht’s einfach – einfach genial. Zuletzt entwarf er sogar Mode. Viele seiner Objekte zeichnen sich durch Humor aus. So heisst sein Telefon ‘Alo’ und seine kleine Leuchte ‘Miss Sissy’.

Bild: Alessi

Starck versucht nicht, mit seinen Werken zu provozieren. Er entwirft vor allem Produkte, die im Vergleich mit anderen Designern auch bezahlbar sind, verwendet natürliche Formen und kombiniert gerne ungewöhnliche Materialien, wie Plüsch und Chrom. Einer seiner bekanntesten Produktentwürfe ist die raketenförmige Zitronenpresse „Juicy Salif“ aus Aluminium, für den italienischen Hersteller Alessi. Sie ist vermutlich eines der bekanntesten Designobjekte des 20 Jahrhunderts. Im Vordergrund standen dabei nicht die funktionalen Qualitäten: die spitzen Füße bohren sich in die Arbeitsplatte und es gibt kein Sieb, um die Kerne aufzufangen. Außerdem entwarf Starck viele andere (Küchen-)Accessoires, wie z.B. den Wasserkessel „Hot Bertaa“, rechteckige Schalen und die Wanduhr “Walter Wayle II“ für die Designfabrik. Die Uhr ist aus thermoplastischem Kunststoff und besteht nur aus den Zeigern, die sich im freien Raum an der Wand drehen.

Bild: Alessi

Das Designprinzip von Philippe Starck ist das Prinzip der Reduktion oder „Ethik des Weglassens“, so vermeidet er jedes unnötige Dekor. Er ist ein Stardesigner und sagt dennoch: “Alles, was ich gestaltet habe, ist absolut unnötig. Ein Beruf, der Sinn hat, ist Biologe oder Astronom. Ich habe versucht, meinen Produkten etwas Sinn und Energie zu geben und den Job in etwas Rebellisches zu verwandeln.“
Vom Caféhaussessel bis zur Zahnbürste in Flammenform vom Hocker bis zum Fertighaus hat Philippe Starck beinahe alles entworfen. Er schafft es wie kaum ein anderer Designer, ein ästhetisches Äußeres und das Alltägliche zu einer kunstvollen Einheit zu vereinen, ohne die Funktion außer Acht zu lassen. So wird ein banaler Gebrauchsgegenstand zu einem meisterhaften Designerstück. Heute ist die Marke Starck ein weltweites Unternehmen. Das Sortiment reicht von einer 12-Euro-Fliegenklatsche bis zur 200-Millionen-Jacht für einen russischen Milliardär. Der Designer hat in seiner Verknüpfung von Industrie-Askese mit kostbarem Kunsthandwerk einen “seinen” Stil entwickelt. Wenn wir ein Objekt von Philippe Starck entdecken, betreten wir eine Welt voller Überraschungen, Fantasie und Ideenreichtum. Als Produktdesigner gewann er Kontur durch seine lebendige Formensprache und seine eigensinnige Farbgebung.
Unter der Dachmarke “Design-Hotels” eröffnete das erste italienische Hotel, das von Philippe Starck gestaltet wurde. Aus Holz, Stein und alten Ziegeln hat er das „Palazzina Grassi“ in Venedig arrangiert, dessen Kleiderschränke komplett verspiegelt sind. Es vereint Tradition und Moderne auf elegante Weise und liegt direkt am Canale Grande.

Auszeichnungen
1999 – A&W-Designer des Jahres (Zeitschrift „Architektur & Wohnen“)
2004 – Lucky Strike Designer Award (Raymond-Loewy-Stiftung)

Frohes Neujahr!

Auf ein Neues… Wieder geht ein Jahr zu Ende. Zeit um auf die letzten Monate zurückzuschauen und sich gleichzeitig auf neue Herausforderungen und Aufgaben vorzubereiten.
Die Kirche begeht den Silvestertag mit einem Gottesdienst, in dem Rückbesinnung auf das vergangene Jahr gehalten wird. Um Mitternacht wird das neue Jahr mit Kirchenglocken begrüßt.
Festtagsschmaus
Die kulinarischen Bräuche zum Jahreswechsel haben oft eine abergläubische Bedeutung. Als Symbol für Überfluss und Fruchtbarkeit, die einem das neue Jahr bescheren soll, war es früher Brauch, Reste des Silvesteressens bis zum Neujahrsmorgen stehen zu lassen. Im Erzgebirge bewahrte man über Nacht Salz und Brot in einem Tischtuch auf, damit im bevorstehenden Jahr keine Hungersnöte aufkamen.
Ganz oben auf der Liste der Silvesterspeisen, stehen Erbsen-, Linsen-, Bohnen- oder Möhrensuppen. Sie sollen nach dem Volksglauben Reichtum und Segen bringen. Für viele ist Fisch und besonders der Silvesterkarpfen, seit langer Zeit Tradition an Silvester.
Ein anderes beliebtes Silvesteressen – vor allem beim Feiern zu Hause – ist außerdem Fondue oder Raclette, auch deshalb weil die Köstlichkeiten aus der Schweiz schnell gemacht sind.  Als Süßigkeit verzehrt man Schweine aus Schokolade oder Marzipan.

Bild: Kosta Boda

Zu einem richtigen Silvesterfest gehört natürlich auch etwas, mit dem man auf das neue Jahr anstoßen kann. Neben Champagner und Sekt, Wein, Bier und Cocktails werden auch heiße Alkoholgetränke gern getrunken. Der ewige Klassiker unter ihnen ist die Feuerzangenbowle.
Sie ist allerdings, trotz ihres Namens, keine Bowle sondern eine Punsch-Variante. Trockener Rotwein wird in einem Gefäß mit Zimtstangen, Gewürznelken, Sternanis, Orangen- und Zitronenschalen erhitzt. Zusätzlich kann auch Zitronensaft, Orangen- oder Kirschlikör oder Schwarztee hinzugefügt werden. Auf die Zange über dem Getränk, wird ein brennender, rumgetränkter Zuckerhut gelegt. Darauf träufelt man braunen Rum, bis der Zucker komplett getränkt ist und zündet ihn an. Der Zucker schmilzt, karamellisiert und tropft in den Rotwein.

Das Jahr 2012 ist das Jahr des Drachen. Die insgesamt 12 Tierkreiszeichen des chinesischen Horoskops (Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund und Schwein) wechseln sich alle 12 Jahre ab. Der Drache steht für Großherzigkeit, Entschlossenheit, Glück, Macht und Reichtum.

…In diesem Sinne, wünschen wir Ihnen einen erfolgreichen Start ins neue Jahr!

Fröhliche Weihnachten!

Es ist wieder so weit: Das Weihnachtsfest steht kurz bevor! Weihnachtslieder, Weihnachtsbaum, Weihnachtsessen und Weihnachtsgeschenke bescheren uns eine stressfreie und harmonische Zeit mit der Familie.

Weihnachtswünsche können Kinder und Erwachsene an zauberhaft klingende Adressen schicken, die dann von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Postfilialen beantwortet werden. Hier ein paar Beispiele:

  • An den Nikolaus, 66351 St. Nikolaus
  • An das Christkind, 51777 Engelskirchen
  • An den Weihnachtsmann in Himmelsthür, 31137 Hildesheim

Bild: Royal Copenhagen

Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt darf im Winter natürlich auch nicht fehlen: In Deutschland gibt es etwa 1000 große und kleine Weihnachtsmärkte. Christstollen, Spekulatius, Lebkuchen, Maronen, gebrannte Mandeln und Schmalzkuchen sind typische Spezialitäten, die auf diesen Märkten angeboten werden. Feuerzangenbowle, Glühwein oder heiße Schokolade schützen gegen die Kälte. Es wird aber auch traditionelle Handwerkskunst oder Weihnachtsdekoration verkauft.
Der älteste Weihnachtsmarkt ist der Dresdner Striezelmarkt, den es bereits 1434 gab. Einer der meistbesuchten Weihnachtsmärkte, ist der Christkindlmarkt auf dem Münchner Marienplatz, der seit 1642 stattfindet.

An Heiligabend essen viele deutsche Familien Kartoffelsalat mit Würstchen. Die üppige Weihnachtsgans bzw. Ente gibt es am 1. oder 2. Weihnachtstag. Im Mittelalter kam Schweinebraten auf die Festtafel.
Die Weihnachtsgans kommt vermutlich aus England, wo heute allerdings der Truthahn bevorzugt wird, genauso wie in Frankreich, Italien und Spanien. In Polen gibt es ein 12-gängiges Menü (welches die 12 Aposteln symbolisiert), bei dem immer ein Weihnachtskarpfen serviert wird. Bei den Norwegern gibt es einen traditionellen Reisbrei.

Das gesamte Team von Lothar John wünscht Ihnen ein wundervolles und besinnliches Weihnachtsfest!

Ob Haus, Badewanne oder Flötenkessel: der Name Michael Graves, steht für geschmackvolles Design, das Umgebung und Anwendung geschickt vereint. In seiner Karriere hat Graves eine große Zahl von Alltagsgegenständen gestaltet: Gewürzmühlen und Geschirr ebenso wie Sessel und Stühle, aber auch Sanitärobjekte.

Alessi Küchentimer

Bild: Alessi

In seiner Jugend besuchte er die Graduate School of Design in Harvard und studierte zwei Jahre an der American Academy in Rom. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten bekam er einen Lehrauftrag an der Princeton University in New Jersey, an der er später Architektur-Professor wurde. 1969 zeigte das Museum of Modern Art in New York die Ausstellung “New York Five”, in der Graves zusammen mit vier anderen Architekten vorgestellt wurde. Wenig später setzte er sich von den Prinzipien der Moderne ab und gestaltete farbenfrohe Gebäude, inspiriert vom Art-déco-Stil.
Michael Graves-Design
Einer seiner bekanntesten Entwürfe ist ein Tee- und Kaffeeservice, das als „Tea & Coffee Piazza“ in die Designgeschichte eingegangen ist und der Wasserkessel “Bird Kettle” – beides designte er für Alessi. Der heutige Klassiker der italienischen Designfabrik bringt als elektrische Version stilvoll, schnell und kabellos Wasser zum Kochen, das typische Vogelpfeifen der Flöte gibt das Signal zum Aufbrühen von Tee oder Kaffee. Die kegelförmige Form, der glänzend polierte Edelstahl mit den taubenblauen oder elfenbeinfarbenen Griff und das Vögelchen auf dem Ausgießer sind die prägnanten Merkmale – die technische Ausstattung ist dagegen schnörkellos.

Michael Graves

Bild: Alessi

Entwürfe für Alessi:
- Elektrischer Wasserkocher MG32 AZ / MG32 WI
- Rahmkanne 9096 & Zuckerdose mit Löffel 9097 im Set
- Salzstreuer MGSAL / MGSAL WI
- Pfeffermühle 9098 / 9098 WI
- MGVASS Tablett
- Käseplatte MG30
- A di Alessi – A09 Kitchen Timer Eieruhr
- Officina Alessi – Tea & Coffee Piazza

Eine Multidisziplinar-Firma
Vor mehr als 25 Jahren wurde die Michael Graves Design Group gegründet. Sie ist spezialisiert auf Architektur, sowie auf Produkt- und Interior-Design und entwickelte bereits mehr als 2.000 Produkte. Dort macht man das Gewöhnliche außergewöhnlich – funktionell und ästhetisch.
Zu Michael Graves wichtigsten architektonischen Projekten gehören das Dolphin Hotel in Disney World, Florida sowie der Anbau des Whitney Museum of Art in New York.

Der Londoner Designer Jasper Morrison entwirft Produkte und Möbel, die sich durch einen minimalistischen und gleichzeitig eleganten Stil auszeichnen. Aufgewachsen ist er in New York und studierte nach seinem Masterabschluss an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Später gründete Morrison sein eigenes Designstudio, in dem er unter anderem für Alessi, Rowenta, Rosenthal und Vitra arbeitet. Das Studio hat ein Hauptbüro in London sowie eine Niederlassung in Paris und vertreibt dort Tischkultur & Küchenaccessoires: Geschirr, Sofas, Tische, Beleuchtung, Elektrogeräte und Architektur. Neben Möbeln entwirft er auch Leuchten, Wohnaccessoires und Textilien. Die Produkte und Möbel stellte er anfangs selbst her.

 

Bild: Alessi

Erstes Aufsehen erregte Jasper Morrison durch Konzepte von Rauminstallationen für die „documenta 8“ in Kassel und „Some new items for the home“ in der Berliner DAAD Galerie, die stark reduzierte Objekte zeigen. Durch weitere Entwürfe für Ausstellungen und Stadtplanungen kam er zum Produktdesign. Es folgen Arbeiten, u.a. für die Üstra in Hannover, für die er 1997 eine neue Straßenbahn gestaltete. In seiner Ausstellung „Take a seat“, in einem Pariser Museum, lud er die Besucher zum Benutzen seiner Stühle ein, anstatt sie in Vitrinen zu präsentieren.

Bild: Alessi

Morrisons Design gilt als schlicht und meisterhaft auf das Wesentliche reduziert. Er wurde zum Vorreiter der „Neuen Einfachheit“, die für eine bescheidene und zugleich ernsthaftere Auffassung von Design einsteht. Heute ist er einer der einflussreichsten Industriedesigner und zeichnet sich durch einen asketisch humor- und geschmackvollen Stil mit möglichst einfachen Elementen aus.
Jasper Morrison macht die Vision von Design lebendig, das Funktionalität und Einfachheit von Produkten mittels Materialien und Form hervorhebt – vom Konzept bis zur Realität.

Bild: Alessi

Er betont in seinen Arbeiten die Aura jeden Gegenstandes und setzt auf das Schlichte. Er möchte, dass die Benutzer seiner Produkte den Gegenstand sofort als vertrauenswürdig empfinden. Denn genau das ist Design: die Gestaltung brauchbarer Gegenstände.
Als er die Plastikflasche „Rack“ für den italienischen Produktverlag Magis designte, wurde sie dessen meistverkauftes Produkt.

Bild: Alessi

Außerdem fertigte er Küchengeräte für Rowenta und die Porzellanserien „Dressed“ und „PlateBowlCup“, das Besteck „KnifeForkSpoon“, die Glasserie „Glass Family“, sowie die Edelstahltopf-Kollektion „Pots & Pans“ für Alessi. Er gewann u.a. den Red Dot Designpreis und den iF Design Award.

„Unverständliche Dinge sind nicht für den täglichen Gebrauch gemacht. Produkte unkompliziert und nützlich zu machen, spielt dagegen eine große Rolle. Der ausschlaggebende Punkt ist nicht, ob es ein gestaltetes Produkt bereits gibt, sondern dass man sich eine lange Zeit damit wohlfühlt. Man sollte seine bisherigen Erfahrungen gebrauchen können, um herauszufinden, wie etwas funktioniert, ohne auf eine Gebrauchsanweisung angewiesen sein zu müssen.“

Weitere Entwürfe:

•  „TW 2000“, Üstra-Stadtbahn
„Die Entstehung der Straßenbahn für Hannover 1997, zusammen mit der Üstra war ein reales und praktisches Projekt, weil es tagtäglich von mehreren hunderttausend Menschen genutzt wird und für einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren funktionieren muss.“

•  „Samsung SGH-E590“, Mobiltelefon
„Ich dachte über mein altes Telefon nach, das mit der Vorderseite nach unten auf der Basisstation lag und fragte mich, ob es nicht besser wäre, das Display sehen und die Nummer wählen zu können, ohne das Telefon abheben zu müssen.“

•  „BUSSTOPS“, Bushaltestelle am Aegidientorplatz, Hannover
Der Stahlbau ist wohl der unauffälligste der BUSSTOPS, dafür aber besonders funktionell. Er dient als Schutz gegen Wind und Wetter und wenn der Bus kommt, sieht man ihn rechtzeitig durch die Glaswand.
„Die Öffentlichkeit ist der Kunde“, erklärte Jasper Morrison seine Entwurfsidee.

In diesem Jahr trat der holländische Designer Marcel Wanders mit einem großartigen Projekt auf den Plan: die Kreation eines Tafelservices für ALESSI – Dressed. Es ist eine Sammlung, die Speisen auf modernen Tischen, subtil und dekorativ präsentiert. Die stilvolle Serie ist das Ergebnis einer Partnerschaft der weltweit besten Designer, gepaart mit einzigartigen und modernen Accessoires.

Bild: Alessi

Dressed schmeichelt optisch durch klare Formen und zurückhaltende Dekorelemente, Mit seiner Eleganz ist es perfekt für festliche Anlässe. Es trägt den Namen Dressed, weil die Dekoration den Inhalt wie ein schönes Kleid betont, sich selbst aber nicht in den Vordergrund drängt. Eine Ausnahme sind die Tabletts und Servierplatten. Sie wurden in einem speziellen Reliefprägeverfahren mit einer neuen Walztechnik erzeugt, die den Objekten eine einzigartige und interessante Dreidimensionalität verleiht.

Bild: Alessi

Das Tafelservice ist ein tolles Beispiel für holländischen Barock, der vom Designer auf wunderbare Art interpretiert wird. Normalerweise werden Verzierungen immer an auffallenden Stellen angebracht. Wanders hingegen platziert sie unauffällig, manchmal sogar dort, wo sie auf den ersten Blick nicht zu sehen sind. Die Details sind an den Unterseiten des Bestecks und des Porzellans sozusagen „versteckt“. Das hat wiederum einen angenehmen Effekt bei der Benutzung der Objekte zur Folge.

Bild: Alessi

Die Alessi Dressed-Linie enthält Teller, Besteck, Gläser, Untersetzer, Tabletts und Unterteller aus Edelstahl. Die Teller und das Kaffeservice sind aus weißem Porzellan, die Gläser aus Kristallglas und das Besteck aus Edelstahl mit geprägter Verzierung.
Die Dressed-Gläserserie aus Kristallglas, besteht aus einem Rotweinglas, einem Weißweinglas, einem Sektglas und einem Wasserglas. Die Gestaltung des Services bewegt sich zwischen üppigen, barocken Formen und bleibt dennoch elegant und leicht.

Bild: Alessi

Obwohl Marcel Wanders eine Zeichensprache verwendet, die sehr barock und blumig ist, schafft er es zu einem gewissen Grad Eleganz und Leichtigkeit zu erhalten. So kleiden die feinen, zierlichen Kanten und das sauber weiße Porzellan jede Mahlzeit äußerst elegant ein.

Die Dressed-Teelöffel machen den Nachmittagstee zu einem geschmackvollen Ereignis. Das attraktive Relief-Design ist dezent auf der Rückseite des Bestecks platziert und verleiht ihnen einen tiefgründigen und festlichen Charakter.
Bekanntheit erlangte Marcel Wanders durch die Kreation des geknoteten „Knotted Chair“ Bekanntheit. Heute entwirft er modernes Design für die größten Hersteller in Europa.

Bezugsquelle:
- Alessi Dressed Porzellan
- Alessi Dressed Besteck
- Alessi Dressed Gläser

“Obschon vergänglich, ist Dekoration Ausdruck für etwas tief im Menschen Verwurzeltes.”

Alessandro Mendini, geboren 1931 in Mailand, geht mit seinen Arbeiten als Designer, Künstler, Architekt und Theoretiker einen Weg zwischen den Künsten.
Bis 1959 studierte er Architektur und arbeitete als Zeitschriftenverleger. 1973 gründet Alessandro Mendini gemeinsam mit anderen italienischen Designern die Gruppe “Global Tools”. Sie entwickeln das „Banaldesign“, mit dem sie Gegenstände aus dem Alltag in ironische Dinge umwandeln. Mendini nannte das “Re-design”. Überzeugt, dass gegenwärtige Mode durch die Tradition an einem Endpunkt angekommen und keine Neuerfindung mehr realisierbar sei, unterzog er auf scherzhafte Art und Weise einige zeitgemäße Klassiker einer Metamorphose. Auf Marcel Breuers Sessel “Wassily” brachte er ein neues Dekor an, Joe Colombos Stuhl “Universale” re-designte er mit einer marmorähnlichen Oberfläche. Er entwirft Möbel, die das Bild des italienischen Designs verändern und stellt die bis dahin unangefochtene Position des “Bella Design” aus Italien in Frage.

Bild: Alessi

1989 gründeten Mendini und sein Bruder Francesco ein Studio, in dem sie theoretische Studien durchführten, Designaufträge erarbeiteten. Dabei richteten sie u.a. Geschäfte für Swatch und Alessi ein.
Alessandro Mendini wurde zum wichtigen Theoretiker und Impulsgeber des Avantgarde-Designs in Italien. Mit seiner Feststellung, jeder ist sein eigener Designkritiker, zählt er zu den geistigen Vätern des heute so vielzitierten Designpluralismus. Aus der Reihe seiner Entwürfe wird die persönliche Arbeitsweise deutlich: alle Pläne werden in Zusammenarbeit mit komplett verschiedenen Architekten verwirklicht.
Zu den wichtigen neueren Projekten gehören die Neugestaltung des “Casino Arosa” und des Alessi-Firmengebäudes.

Bild: Alessi

Seine Entwürfe für ALESSI:
Moka Alessi ist eine Hommage an Alfonso Bialetti, den Großvater der Alessi-Brüder. In den 1930er Jahren entwarf er die beliebte Espressokanne Moka Express und war der erste Produzent der italienischen Espressomaschine. ALESSI bat Alessandro Mendini diese Erfindung mithilfe der zeitgenössischen Designpraxis neu zu interpretieren und mit Moka Alessi die Geschichte der Espressomaschine fortzuschreiben. Das Ergebnis ist außergewöhnlich und hat im „AdiAlessi“-Katalog einen prominenten Platz.

Bild: Alessi

Mit den immer fröhlich lächelnden Korkenzieherfiguren „Anna G.“ und „Alessandro M.“ kreierte Alessandro Mendini wahre Kultobjekte.
Immer wieder überrascht er mit frischen Konzepten, die jedes Mal eine phantasievolle Reise offenbaren. Sämtliche von ihm und seinem Atelier gestalteten Werke sind offen für neue Verwandlungen. Mendini kreiert eine Kunst, die durch ihre Reichhaltigkeit und Zusammengehörigkeit für ein breites Publikum attraktiv ist. Ihr Aussehen, wird dabei von einer tiefen Komik, Tragik und Dramatik gedeutet.

Man soll die Gegenstände fühlen und nicht nur benutzen.

Der Designer, Architekt, Fotograf und Autor Ettore Sottsass gehört zu den herausragenden Charakteren der Designgeschichte des 20. Jahrhunderts. Er verkörperte den geistigen Intellekt der italienischen Avantgarde und gestaltete Objekte im Stil des „Anti-Design“.  (Die Entwürfe wandten sich gegen den repräsentativen Besitzcharakter der Gegenstände. Dafür brachten sie die Alltagskultur spielerisch zum Ausdruck.)

Bild: Alessi

Geboren wurde er 1917 in Innsbruck. Seine Mutter war Österreicherin und sein Vater der italienische Architekt Ettore Sottsass sen.
Nachdem Sottsass jun. sein Studium an einer Turiner Ingenieurschule mit Diplom abschloss, wurde er 1957 künstlerischer Leiter der italienischen Designfirma Poltronova. Seine dortigen Entwürfe entstanden unter dem Einfluss des „Radical Design“. Er experimentierte mit Fiberglas und entwickelte daraus Beleuchtungskörper und zeitgenössische Möbel. Die bunten und pastellfarbenen Leuchten und Möbel in exzentrischen Formen, kamen aus einer poetischen, sinnlichen und bizarren Traumwelt.
1958 begann seine Zusammenarbeit mit dem Büromaschinenhersteller Olivetti. Dessen Sohn Roberto arbeitete mit Ingenieuren an den allerersten Rechnern, Sottsass war für das Design zuständig. Weil ihm diese Technologie mysteriös und gefährlich vorkam, entwarf er für sie ein abschreckendes Äußeres. So wollte er die Menschen zu den Entwürfen auf Distanz halten. So entstand der erste Olivetti-Computer „Elea 9003“.
Ein anderes berühmtes Projekt war der Entwurf einer Schreibmaschine. Sie hatte nur Großbuchstaben und keine Zeilenrand-Klingel. Die Kunden mochten das Design, hielten die Maschine aber für „armselig“. Also wurde die Klingel wieder eingebaut, ebenso die Kleinbuchstaben.

Bild: Alessi

Um unbegrenzter arbeiten zu können, gründete Ettore Sottsass zusammen mit anderen Designern und Architekten, die Gruppe „Memphis“ – ein Designbüro, welchem es gelang, eine neue, lebensfrohe Formensprache zu kreieren und einen Design-Boom auszulösen. Die Entwürfe waren unkonventionell, kreativ-verspielt, knallbunt und oft ohne Zweck.

Bild: Alessi

1980 gründete er sein eigenes Unternehmen: „Ettore Sottsass Associati“. Es beschäftigte sich mit Industriedesign, Architektur und Grafik.
Im Jahr 1994 schuf Sottsass, im Rahmen des Kunstprojektes „BUSSTOPS“, eine Bushaltestelle am Königsworther Platz in Hannover. Sie besteht aus acht gelben Kreuzen auf einem gesprenkelten Steinsockel und einem weißen Dach.
Weitere Klassiker von ihm, sind der „Micky-Maus-Tisch“ oder sein „gelber Sekretärsstuhl“. Für Alessi designte er unter anderem das elegant-schlichte Tafelservice „La Bella Tavola“ und das klassisch-moderne Besteck „Nuovo Milano“ und bunte Gewürzmühlen.
Kräftige Farben waren Sottsass’ Markenzeichen. Nur eine einzige Farbe zu verwenden, so meinte Sottsass, wäre, wie beim Reden nur ein Wort zu verwenden.

“Gutes Design ist wie die Möglichkeit zum Mond zu fliegen. Nur wenige werden es jemals tun können, aber das Bewusstsein dieser Möglichkeit hat das Leben von Millionen Menschen verändert.” Die Möglichkeit gutes Design zu schaffen, hat Sottsass immer wahrgenommen.

Seine Entwürfe

  • erster italienischer Computer “Elea 9003″, 1959
  • Reiseschreibmaschine “Valentine”, 1969
  • Bürostuhl “sistema 45″, 1971
  • Bücherregal “Carlton”, 1981

Das romantische Dorf Grünhainichen, mitten im Erzgebirge, ist Heimat und Namensgeber der liebreizenden kleinen Engelchen von Wendt & Kühn.
1923 war das Geburtsjahr der weltbekannten Elfpunkte-Engel. Elf Punkte sind laut Tradition erforderlich, weil der Himmelsbote ohne die weißen Tupfer keine Echtheit ist.
Seit der Gründung der Manufaktur Wendt & Kühn im Jahr 1915 hat sich an der Fertigung der berühmten Holzkunst nichts verändert.
Die bemalten Holzfiguren und Spieldosen sind begehrte Sammelobjekte. Alle Artikel werden in Handarbeit hergestellt, das Sortiment umfasst inzwischen mehr als 200 Figuren. Die bekanntesten Wendt & Kühn-Figuren sind die Blumenkinder und natürlich die Grünhainichener Engel mit den charakteristischen grünen Flügeln und den elf weißen Punkten.
Gefertigt werden sie vornehmlich nach den Originalmustern von Grete Wendt. So symbolisieren alle Figuren immer noch den geschichtsträchtigen Wert von Wendt & Kühn.

Neuheiten Herbst/Winter 2011

Bild: Wendt & Kühn

Die Neuheiten und limitierten Goldeditionen aus dem Hause Wendt & Kühn sind immer auch vollendete Meisterleistungen. Geschaffen für Holzkunst-Liebhaber, die das Außergewöhnliche schätzen. Auch dieses Jahr hat sich Wendt & Kühn etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Stolz und würdevoll präsentiert sich der Lichterbote als limitierte Goldedition No. 4. Sein stilvoller Kerzenleuchter und der Metallsockel sind mit 999er Gold veredelt. Jeder Engel ist einzeln in einer attraktiven Spandose verpackt. Jeweils auf der Bodenmarke der Figur, im liebevoll gestalteten Begleitheft und auf der Unterseite der hochwertigen Holzdose ist die individuelle Seriennummer aufgedruckt. So weiß der Besitzer, welchen der 22.222 Lichterboten aus der Goldedition No. 4 er sein Eigen nennen darf.

Mit viel Liebe zum Detail in feiner Handarbeit geschaffen, verzaubert der Lichterbote mit seinem zeitlosen Charme Sammler und Kunstfreunde in aller Welt.
Fröhlich hält der Grünhainichener Engel ein blau gefiedertes Vögelchen auf der Hand, das in seinem Schnabel einen Brief überbringt. Bestimmt würde es gern auch einmal am großen Lebkuchenherz knabbern, das der Engel in seiner anderen Hand trägt.
Als unlimitierte Goldedition No. 4 erscheint der Lichterbote mit vergoldetem Kerzenleuchter und grauem Sockel ab Herbst 2011 im Sortiment.
Ob als Schwebeengel mit winzigem Tannenbaum oder als Christbaumanhänger im Ring – die reizenden Margeritenengel aus dem Erzgebirge bezaubern in jeder Form mit ihrem kindlichen Charme.

Bild: Wendt & Kühn

Der Weihnachtsmann mit Lichtertüten zählt zu den frühen Entwürfen aus der Feder von Grete Wendt. Bereits 2009 erschien er in der Höhe von 8 cm wieder im Sortiment. Nun ist er auch als 10 cm hohe Figur verfügbar.
Der kleine Weihnachtsbaum mit goldfarbenem Stern und hölzernen Kerzen ist eine wunderbare Dekorationsidee und eine geschmackvolle Ergänzung für weihnachtliche Inszenierungen zu Hause.

Wendt & Kühn Neuheiten 2011

Ältere Artikel »