Hans Kollhoff
Gelassenheit gegenüber modischen Strömungen prägt das Werk des Star-Architekten Professor Hans Kollhoff. Betrachtet man seine manchmal kantigen, oft wuchtigen Gebäude, so wird schnell deutlich: Hier knüpft einer an die architektonischen Vorbilder europäischer Stilgeschichte an, insbesondere an die Zeit um 1800 und die frühe Moderne.
Sein Chrysler-Turm am Potsdamer Platz in Berlin erinnert an amerikanische Hochhäuser der 20er-Jahre. Beim Umbau des ehemaligen Reichsbankgebäudes zum Auswärtigen Amt in Berlin lässt er die Nutzungsgeschichte bewusst durchscheinen, und Privatvillen zeigen ihre direkte Verwandtschaft zur klassizistischen Baukultur Schinkels. Weltweit prägt Kollhoff die Silhouetten der Städte durch seine faszinierenden, manchmal umstrittenen Wohn- und Geschäftshäuser. Denn seine Bauten sind das Ergebnis einer tiefgründigen und feinen Transformation des historisch Vorhandenen in unsere Zeit. „Ich bin überzeugt davon, dass wir durch die alten Formen zunächst gedanklich hindurch müssen. Heutige Gestaltung und Architektur sollte, wenn sie Bestand haben soll, auf einem Formengut beruhen, das einen Jahrhunderte langen Prozess der Verfeinerung vollzogen hat“, erklärt er.
Gleiches gilt für seine Vasenkollektion. Vasen müssen Bestand haben, sind lebenslange Begleiter. Kollhoff suchte solche Vasen und wurde nur selten fündig. Mit seiner Arbeit für FÜRSTENBERG schloss er die Lücke. FÜRSTENBERG ist unter den deutschen Manufakturen immer schon Vorreiter bei der Gestaltung von Vasen gewesen. Insofern waren der Architekt Kollhoff und die Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG ideale Partner bei der gemeinsamen Arbeit an einer Vasenserie.
Bei seinen Bauten verwendet Kollhoff bevorzugt althergebrachte Baumaterialien, besteht dabei auf einer Handwerklichkeit, die höchsten Ansprüchen genügt. Auch dieser Arbeitsansatz fand mit FÜRSTENBERG seine Entsprechung: Handwerkliche und gestalterische Perfektion im Umgang mit einem traditionellen Material machen den Wert von Manufakturporzellan aus.