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Die Philosophie des Weintrinkens

Wenn wir Wein trinken, werden dabei unsere gesamten Sinne angesprochen. Das Bouquet (Aroma) entfaltet sich aber erst im richtigen Glas. Dazu muss es nicht das teuerste Exemplar sein, sondern lediglich seine Form stimmen. Damit der Wein länger kühl bleibt sollte man das Weinglas immer am Stiel anfassen.

Jede Weinsorte hat andere Geschmacksstoffe, die es herauszuschmecken und richtig zu genießen gilt. Das Duftaroma des Weines nimmt man am besten wahr, wenn man wenig Wein eingießt.
Unsere Zunge nimmt je nach Glasform unterschiedliche Positionen ein. Ihre Geschmackszellen unterscheiden vier verschiedene Empfindungen:

  • süß an der Zungenspitze
  • salzig und sauer am Zungenrand
  • bitter am Zungenende

Der Wein entfaltet sich am Gaumen weiter, aber die geschmackliche Kraft von Säure und Frucht zeigt sich in verschiedenartigen Glasformen vollkommen anders. Der Nachgeschmack entscheidet über Genuss und Qualität. Alle diese Komponenten sind von der Glasform abhängig. Probieren Sie Ihren Lieblingswein aus unterschiedlich geformten Gläsern und lassen Sie sich überraschen!

Das passende Glas für

  • ROTWEIN
  • Rotweingläser haben eine bauchige Form und eine große Öffnung. Durch diese wird der Rotwein großzügig aufgenommen und reizt so vollständig die Mundhöhle.

    • WEISSWEIN
    Bild: Riedel

    Bild: Riedel

    Weissweingläser haben ein großes Volumen, in dem üppige Sorten mehr Luft bekommen und so ihr Aroma entfalten können.

    • SCHAUMWEIN UND CHAMPAGNER
    Bild: Riedel

    Bild: Riedel

    Schaumwein- und Champagnergläser haben eine Tulpenform und sind dünnwandig. Die hohe Form dient dazu, dass sich der Schaum gut aufbauen kann.

      Weingläser richtig reinigen

      Am besten reinigt man Weingläser in Gläserspülmaschinen, die eine integrierte Wasserentkalkungsfunktion haben. Bei normalen Spülmaschinen sollte man ein natriumarmes Spülmittel ohne Klarspüler verwenden. Bei der Handwäsche sollte man beachten, dass das Wasser sehr heiß ist, zusätzlich kann man die Gläser über dem Wasserdampf schwenken. Nachdem die Gläser gespült wurden, müssen sie sofort rausgenommen werden und mit einem sauberen Baumwoll- oder Mikrofasertuch abgetrocknet bzw. poliert werden. Allerdings sollte man hierbei aufpassen: das Glas darf nicht am Kelch und Fuß gleichzeitig angefasst und trockengerieben werden, da der Stiel dabei meistens abbricht.
      Wenn Gläser zu lange unbenutzt stehen, werden sie „blind“, d.h. sie bekommen einen trüb- milchigen Film. Diesen Schleier bekommt man nicht mehr gereinigt, das Glas ist nicht mehr verwendbar. Bei Kristallgläsern können solche Schäden in manchen Fällen durch einen Chlorreiniger behoben werden, der allerdings nach mehrmaligem Spülen feine Risse auf den Gläsern hinterlässt.

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